Winzergenossenschaft Kraichgau e.G.

Rauenberg
Rauenberg Winzermuseum

Die jüngste und gleichzeitig größte der zehn Ortsgenossenschaften, die demWinzerkeller Wiesloch angeschlossen sind, ist die Winzergenossenschaft Kraichgau e.G. Sie hat ihren Sitz direkt in Wiesloch.

Durch die Fusion der Ortsgenossenschaften Wiesloch, Rauenberg und Malsch wurde 2001 die Winzergenossenschaft Kraichgau eG gegründet. Bereits im Jahr darauf begann man in Wiesloch mit dem Neubau der hochmodernen Kelterstation, die die Kraichgau eG seit der Jahrhundert-Weinlese 2003 betreibt. Auch die Ortsgenossenschaften Rotenberg und Dielheim schlossen sich inzwischen der Kraichgau eG an, sodass diese derzeit knapp 370 Winzerinnen und Winzer zählt. Auf den insgesamt 216 Hektar Rebfläche dominieren die Rebsorten Weißburgunder und Spätburgunder, doch auch Raritäten wie Gewürztraminer und Scheurebe werden hier gehegt und gepflegt.

Wirtschaftlich günstig im Süden der Metropolregion Rhein-Neckar gelegen, stellt Wiesloch, das im Gründungsjahr der Kraichgau eG seine 1200 Jahrfeier beging, gemeinsam mit Rauenberg den Übergang zwischen der Badischen Berg­straße und dem Kraichgau her. Dass Wiesloch auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken kann, zeigen heute noch Reste der alten Stadtmauer im Stadtkern mit dem allseits bekannten Wehrturm „Sauermillichhaffe“. An der Lebens­art und der Ausprägung des Dialekts ist heute noch zu spüren, dass Wiesloch einmal (1225 bis 1803) Teil der Kurpfalz war.

Malsch Letzenbergkapelle
Dielheim

Das direkt benachbarte Rauenberg findet im Jahr 1303 unter der Bezeichnung Ruhenberg zum ersten Mal Erwähnung. Aktuelle Ausgrabungen zeigen jedoch, dass auf der Gemarkung schon Jahrhunderte zuvor eine Wohnsiedlung bestand. Schon immer durch den Weinbau geprägt, wurde die Rebgemarkung in den Jahren nach 1950 vollständig umgestellt, geordnet und sortenrein neu bepflanzt, sodass großflächige Rebanlagen entstanden.

Malsch, am Fuße des Letzenbergs, im Nordwesten des Kraichgauer Hügellands, wurde 783 im Lorscher Codex zum ersten Mal namentlich erwähnt. Obwohl urkundlich seit dem Jahr 1302 der Weinbau für die Bevölkerung in Malsch eine tragende Rolle spielte, kam er nach dem ersten Weltkrieg fast vollständig zum Erliegen. Erst 1926 ging es mit der Gründung des Weinbauvereins Malsch wieder aufwärts. Seit der Einteilung der Rebflächen in Groß- und Kleinlagen durch das deutsche Weingesetz im Jahr 1971, stehen die Lagenbezeichnungen Malscher Ölbaum und Malscher Rotsteig für altbewährte Qualität.

2005 fusionierte Rotenberg zur Kraichgau eG. Der kleine beschauliche Ort mit dem hoch thronenden Rotenberger Schloss besteht urkundlich seit 1213 und erhielt 1338 durch Kaiser Ludwig von Bayern die Stadtrechte. Zwischenzeitlich erloschen, lebten die Stadtrechte nach der Gemeindefusion mit Rauenberg und Malschenberg wieder auf und gingen 1975 auf die Gesamtgemeinde über. Der Rotenberger Schloßberg ist die einzige Einzellage in der Umgebung, die bei der Rebflurneuordnung in den 1950iger und 60iger Jahren - wohl durch ein Versehen - nicht der Großlage Mannaberg zugeordnet wurde. 

Dielheim, das sich erst Anfang 2010 der Kraichgau eG anschloss, zählt anhand der Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 767 als „Divvelenheim“ zu den drei ältesten Gemeinden des Kraichgaus. Die Gründung der Ansiedlung geht jedoch wahrscheinlich auf das 6. Jahrhundert zurück. Zunächst als Notwendigkeit zur Abgabe des Zehnt an den Adel, entwickelte sich der Weinbau auch hier am Teufelskopf über die Jahrhunderte zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor.

www.kraichgau.org

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